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Ruger Mark IV 22/45 Tactical


Die Mark-Serie von Ruger ist seit vielen Jahren eine der populärsten Kleinkaliber-Pistolen der Welt.

Seit ihrer Markteinführung wurden bereits über 4 Millionen Stück verkauft und die MK IV 22/45 Tactical stellt dabei eine der neuesten Erweiterungen dieser Modellreihe dar.

 

Wir haben unser Modell bereits mit einem Rotpunkt-Visier und einem Licht/Laser Modul ausgestattet und zu beiden findet ihr die entsprechenden Testberichte auf unserer Webseite.

Geschichte

 

Die Geschichte der Ruger Pistolen begann Anfang der 1950er Jahre, nachdem Bill Ruger ein paar Japanische Nambu Pistolen erwarb, die ein US Marine nach dem zweiten Weltkrieg mitbrachte.

 

Zusammen mit Alexander McCormick Sturm, beschlossen die beiden eine Pistole zu entwerfen, die einfach zu handhaben war und gleichzeitig präzise Schüsse abgeben konnte. Sie nannten ihre neue Waffe die „Standard Pistol“ und produzierten sie erstmals im Jahr 1949.

 

Seitdem hat Ruger die Serie immer weiter verbessert und erweitert. Die "Standard" wurde schließlich durch die Mark II und dann die Mark III ersetzt. Jede neue Version bot neue Funktionen und Verbesserungen. 2016 wurde die Mark IV-Serie vorgestellt, die eine einzigartige Takedown-Funktion bot und dadurch ein einfaches und schnelles Auseinandernehmen der Pistole ermöglichte.

 



22/45 Tactical

Die Takedown-Funktion und die dadurch vereinfachte Wartung, waren die ausschlaggebenden Faktoren die uns schlussendlich auch davon überzeugt haben, eine Ruger Mark IV zu kaufen - die Wahl fiel dabei auf das Modell 22/45 Tactical.

 

Die 22/45 Ausführung hat ihre Bezeichnung vom Griffstück, dass dem einer original 1911, im Caliber .45 ACP nachempfunden ist. Hierbei ist nicht nur der Griffwinkel mit dem der 1911 ident, man kann sogar 1911er Griffschalen an die Ruger montieren – kleine Anpassungen sind je nach Hersteller allerdings unter Umständen nötig. Das Kaliber der Ruger ist jedenfalls .22lr.

 

Die Bezeichnung „Tactical“ bei den entsprechenden Modellen weist auf die ab Werk verbauten Picatinny-Schienen auf der 12 sowie der 6-Uhr-position hin. Zusätzlich verfügt dieses Modell auch über ein Mündungsgewinde in ½“-28 UNEF.

Wer darf und möchte, kann also alle taktischen Montagemöglichkeiten voll ausnützen und zusätzlich zu einem optischen Visier, einer Lampe, einem Laser, oder einer Licht/Laser Kombination auch einen Schalldämpfer anbringen.

 

Das Eigenpotential der Waffe ist aber auch gänzlich ohne jegliche Anbauteile hervorragend und sie benötigt keine weiteren Extras um gleich damit schießen zu können. Die montierte Kimme ist sowohl höhen- als auch seitenverstellbar und im Lieferumfang sind zwei Magazine inkludiert. Der schwere Bull-barrel gewehrleitet dabei nicht nur ausgezeichnete Präzision, sondern gibt der Waffe durch das zusätzliche Gewicht auch entsprechend Stabilität.

 


 Kimme und Korn funktionieren hervorragend und das zeigt sich auch entsprechend auf den Schussbildern. Wenn sowohl die Kimme als auch das Korn jedoch komplett in schwarz gehalten sind, tut man sich evtl. etwas schwer, wenn man auf den schwarzen Spiegel einer Zielscheibe schießt.

 

Wir haben uns daher entschlossen ein kleines und leichtes Rotpunktvisier zu verwenden und haben uns hierbei für das SCRD-36 Frenzy 1x22x26 MOS von Vector Optics entschieden.

 

Präzision

 

Präzise Schüsse sind mit dieser Kombination eine Leichtigkeit.

Auf Entfernungen von zehn Metern lagen unsere Streukreise zwischen 43mm und 33mm und auf einer Entfernung von 15 Metern lagen die Streukreise zwischen 55mm und 39mm.

 

Mit der richtigen Munition und etwas mehr Übung, gelingen auch konstante Streukreise in der Größe einer 2-Euro-Münze ohne allzu große Mühe. Die gezeigten Schussbilder spiegeln hierbei lediglich die Tagesverfassung des Schützen, unter Verwendung von „Geco .22 L.R. Semi-Auto“ Munition wieder.

 


 

Wir haben mittlerweile über 2000 Schuss mit der Pistole verschossen, wobei das meiste aus der oben genannten Geco Semi-Auto Munition bestand.

 

Anfangs haben wir einige verschiedene Munitionsarten ausprobiert, aber es hat sich bisher keine als signifikant besser oder schlechter herausgestellt – dementsprechend sind wir bei der Geco geblieben, weil sie zur Zeit das beste Preis/Leistungs-Verhältnis bietet.

 

Fazit:

Die Ruger Mark Serie und vor allem die Mark IV Tactical, stand schon seit dessen Markteinführung ganz oben auf unserer Wunschliste und sie bereitet uns bei jedem Ausflug auf den Schießstand noch immer gleich viel Freude wie am Anfang! Falls ihr mit dem Gedanken spielt euch jemals eine Kleinkaliber Pistole zuzulegen, dann können wir euch die Mark Serie von Ruger nur wärmstens empfehlen.

Sie eignet sich nicht nur für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen, sondern bietet durch die relativ günstige Kleinkaliber-Munition auch die Möglichkeit öfter und/oder mehr damit zu schießen als mit Großkaliber Pistolen.

 

Durch dessen immense Verbreitung, Bekanntheit und Verfügbarkeit könnt ihr nicht nur zwischen einer Vielzahl an Modellen wählen, sondern habt auch eine riesige Auswahl an Tuning- und Anbauleiten.

Die bekanntesten Marken was das Tuning angeht sind dabei Volquartsen sowie Tandemkross - und allein die zwei bieten euch schier endlose Möglichkeiten die Ruger euren persönlichen Wünschen anzupassen.

 

So wie die AR-15 und die Glock (19) als „Lego“-Waffen bezeichnet werden, weil sie in ihrer jeweiligen Gattung nicht nur die am meisten verbreiteten sind, sondern auch unzählige Möglichkeiten an Tuning- und Anbauteilen bieten – so ist die Mark Serie von Ruger die Lego-Waffe in der Gattung der halbautomatischen Kleinkaliber Pistolen in .22 lr.

 

Daher gibt es von uns auch eine absolute Kaufempfehlung wenn ihr auf der Suche nach einer Pistole im entsprechenden Kaliber seid.